Beginn des 2. Bauabschnitts zur Schwimmbadsanierung

Nach dem Ende der diesjährigen Schwimmbadsaison beginnt am 19. September der 2. Bauabschnitt zur Sanierung des C.-H.-Jäger-Schwimmbades.

Der Gemeinderat hatte im Herbst 2009 ein Sanierungskonzept beschlossen, damit das 1936 erbaute Freibad den heutigen Standards und Normen entspricht. Das Konzept sieht eine Umsetzung in 2 Bauabschnitten vor und wird vom Ingenieurbüro Hunziker BETATECH aus St. Blasien umgesetzt. Die gesamte Sanierungsmaßnahme beläuft sich auf rund 1,4 Mio. Euro. Während von Januar bis Mai vergangenen Jahres im Rahmen des 1. Bauabschnittes die Betriebswassertechnik und das Technikgebäude für 550 000 Euro auf den neuesten Stand gebracht wurden, wird nun das Schwimmbecken saniert. Bislang wurde das Schwimmbecken längs durchströmt und entspricht nach den heutigen Standards nicht mehr den Vorschriften. Auch die Dichtigkeit der Folie kann nicht mehr dauerhaft gewährleistet und nur noch mit hohem jährlichem Reparaturaufwand sichergestellt werden.

Die Beckenauskleidung wurde zuletzt 1983 durch eine Folie ersetzt. Die Ablaufrinne am Beckenkopf ist in mehreren Bereichen durchgerostet und hydraulisch zu klein bemessen. Auch wurden im Bereich der Ablaufleitungen der Rinne Undichtigkeiten festgestellt. Bei den im Frühjahr 2010 ausgeführten Sanierungsarbeiten wurden Bohrkerne zur Bestimmung der Betongüte entnommen. Dabei wurde festgestellt, dass der Beton des Beckens an mehreren Stellen mit Chlorwasser kontaminiert ist, dadurch stark geschädigt wurde und dringender Handlungsbedarf besteht, erläutert Udo Schneider vom städtischen Tiefbauamt.

Durch das beauftrage Ingenieurbüro wurden mehrere mögliche Varianten der Beckenauskleidung vorgestellt. Verglichen wurden auch unterschiedliche Formen der künftigen Beckengestaltung sowie der daraus resultierenden Möglichkeiten zur Beckenauskleidung. Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich werden nun baulich und optisch unterteilt. 2 der bisher 5 x 50 m langen Bahnen werden beibehalten, die restlichen 3 Bahnen erhalten ein Wettkampfmaß von 33 m Länge. Als wirtschaftlichste Variante wurde eine Ausführung mit Folienauskleidung festgelegt.

Nach Festlegung der Sanierungsplanung wurden die Ausschreibungen der 6 einzelnen Gewerke vorgenommen, an der sich 27 Firmen beteiligt haben.

Den Auftrag für die Baumeisterarbeiten erhielt die Firma Helmut Kern aus Mahlberg zum Preis von 165.661,16 Euro. Die Betonerhaltungs- und Beschichtungsarbeiten wurde an die Firma Orth und Schöpflin, Waldshut zum Preis von 67.547,97 Euro vergeben und die Folienauskleidung führt die Firma Reinhard-Plast GmbH, Eppstein für 79.633,19 Euro durch. Die Rohrleitungsarbeiten übernimmt die Firma Stulz Planaqua aus Grafenhausen für 39.963,15 Euro, die Schlosserarbeiten führt die Firma Schaudel Metallbau aus Ettenheim für 34.153,48 Euro aus und die Außenanlage gestaltet die Firma Trenkle GmbH aus Kippenheim für 36.596,74 Euro.

Zur Attraktivitätssteigerung wurden zusätzliche Maßnahmen in Höhe von 25.000 Euro aufgezeigt. Neben einem Wasserpilz werden Massagedüsen mit zugehöriger Technik neu eingebaut. Der Schwimmbadförderverein unterstützt finanziell die Attraktivierung der Badeanlage und beteiligt sich auch mit tatkräftiger Unterstützung an den Bauarbeiten.