Einar Marweg lässt
sich nicht aufhalten
Läufer der LG
Geroldseck Lahr siegt beim 29. Ettenheimer Stadtlauf / Rund 500 Starter.
Dreimal ist er Zweiter in Ettenheim geworden, nun hat
er es endlich geschafft: Einar Marweg von der LG Geroldseck gewann die 29.
Auflage des Ettenheimer Stadtlaufs vor Matthias Haller (MTG Mannheim).
Schweißgebadet steht der Lahrer in der Spätsommersonne im Zielraum und lächelt
zufrieden: "Die Temperatur war optimal, trotzdem war es ein schwerer
Lauf", sagt Marweg. "Ettenheim ist immer schwer." Ein typischer
Stadtlauf eben, mit Winkeln und Ecken, dazu kommt tückisches Kopfsteinpflaster.
"Aber genau so mag ich's." Auch die Kollision mit einer überrundeten
Läuferin nach der dritten von fünf Runden an der Ziellinie konnte ihn nicht aus
der Rhythmus und schon gar nicht aus der Ruhe bringen: "So etwas gehört
halt dazu."
Etwa einhundert Läufer und Läuferinnen ließ Einar Marweg an diesem Sonntag im
Hauptlauf über zehn Kilometer hinter sich. Der Veranstalter, der LV Ettenheim,
hatte unglaubliches Glück mit dem Wetter. Die Oktobersonne brannte noch mächtig
und stellte eine zusätzliche Herausforderung gerade für die weniger geübten
Läufer dar. Jeder Starter wurde mit einem Chip ausgestattet, sodass bei der
Passage der Ziellinie nach jeder Runde automatisch die Zeiten ausgelesen und
per EDV weiterverarbeitet werden konnten. Zusammengerechnet waren am Sonntag
etwa 500 Läufer am Start. Den etwa dreißig Bambini, die das Rennen am Mittag
eröffneten, folgten 200 Schüler und Schülerinnen.
Den Jedermannlauf über fünf Kilometer absolvierten 165 Läufer. Darunter auch Rolf Hügel, der für das Team Ortenau-Klinikum startete. Dem 59-Jährigen wurde vor dreieinhalb Jahren ein künstliches Hüftgelenk eingesetzt, erst ein Jahr später begann er überhaupt zu laufen. Neben seinem zweiten Start beim Stadtlauf Ettenheim, wo er zum zweiten Mal unter dreißig Minuten blieb, hat er mittlerweile auch den 7,5-Kilometer-Lauf beim Hamburg-Marathon absolviert. "Natürlich bin ich in jungen Jahren auch viel gelaufen", sagt Hügel, der hauptberuflich als Fachpfleger für Anästhesie und Intensivmedizin in Lahr arbeitet. Doch erst nach seiner Operation hat er das Hobby wiederentdeckt und hat sich seinen Arbeitskollegen angeschlossen. "Einmal natürlich als körperlicher Ausgleich für den Beruf, aber auch, um ganz einfach fit zu bleiben."