Auf der letzten Etappe im Dreiländereck zwischen
Frankreich, der Schweiz und auf deutscher Seite Baden-Württemberg zeigt sich
der Schwarzwald ungewohnt offen und leicht nach den hohen Bergen der letzten
Tage. Hellgrüne Buchenwälder und saftige Wiesen begleiten den Wanderer auf dem
Weg von Kandern am gleichnamigen Flüsschen und entlang der Trasse der
historischen Kandertalbahn durch die Wolfsschlucht nach Hammerstein. Erste
Weinberge zeigen, dass man nun im Markgräfler Land unterwegs ist. Kurz nach
Wollbach verschwindet der Weg im Wald und steuert auf dem Flachlandweg die
mächtig über Lörrach stehende Burgruine Rötteln an. Die von Johann Peter Hebel
in seinen Gedichten verewigte Burg ist das Wahrzeichen der Stadt und eine der
größten Burganlagen Südbadens. Zwei Türme bieten einen guten Überblick über
Anlage, Stadt und Wiesental. Auch die nahe Kirche von Rötteln ist sehenswert.
In der über 1.250 Jahre alten Kirche finden sich in einer gewölbeüberspannten
Kapelle die Grablegungen des Markgrafen Rudolf III. von Baden und seiner
Gemahlin. Über die Autobahn hinweg und kurz durch Turmringen hindurch geht es
auf den Tüllinger Berg. Beim Bummel durch das geologisch interessante Landschaftsschutzgebiet
zwischen Lörrach und Weil am Rhein bieten sich noch einmal schöne Ausblicke auf
den Dinkelberg, das Dreiländereck am Rheinknie und die Städteansammlungen rund
um Basel. Weniger idyllisch ging es hier zur Zeit des Spanischen Erbfolgekrieges
zu. In einer blutigen Schlacht ohne wirkliche Sieger trafen französische
Truppen des „Sonnenkönigs“ auf kaiserliche Truppen unter dem Kommando des
Markgrafen Ludwig Wilhelm. Ein Denkmal auf dem Tüllinger Berg erinnert heute an
die Schlacht am Käferholz. Wenig später wird die Kirche von Obertülllingen
erreicht, wo der endgültige Abstieg in die Ebene beginnt. Die schweizerische
Grenze wird überschritten und das Flüsschen Wiese überquert. An ihm entlang
geht es durch eine parkartige Landschaft überraschend grün bis zum Badischen
Bahnhof in Basel.